von Nicci Lievert

Die neue Welt – Tagtraum mal anders

Vor ungefähr drei Wochen hatte ich, wieder einmal, einen Tagtraum, doch dieses Mal schien er um einiges lebendiger zu sein. Ich erhielt die Bilder einer teils exotisch anmutenden Welt, das allein wäre jetzt weniger “überraschend” gewesen. Doch diese “Welt”, die ich in meiner Vision sah war mein aktueller Wohnort, nur sah dieser eben anders aus als es aktuell (noch) der Fall ist. Ein Ausblick in eine nahe Zukunft? Ich vermag es nicht zu sagen, doch ich möchte diese Bilder gern weitergeben, sicherlich sind sie auch auf andere “Orte” übertragbar und geben in der aktuellen Zeit dem Einen oder Anderen unter euch vielleicht ein wenig Hoffnung, dass sich alles zum Guten wenden wird.

Zu dritt saßen wir am Küchentisch und unterhielten uns, als plötzlich Junior erstaunt und aus dem Fenster schauend rief: “Guckt mal, das Haus drüben wird grün!”

Aufgeregt sprang er auf und rannte auf den Balkon, Emma und ich folgten ihm, staunend, den Blick auf das gegenüberliegende Mehrfamilienhaus gerichtet. In der Tat, es wurde grün. Ringsum wuchsen Gräser, Lianen, Blumen und andere Pflanzen scheinbar aus der Hausfassade heraus. Nach nur wenigen Minuten stand nun vor uns ein Haus, welches eher einem tropischen Wald mit Fenstern glich. 

Die Sonne strahlte, der Himmel funkelte in einem derart wunderschönen Blau wie wir es zuvor noch nie gesehen hatten. Exotisch anmutende Vögel flogen durch die Lüfte und ein Hauch von Magie begleitete den sanften Windhauch, welcher sich ganz zart und sacht an uns schmiegte.

Ich drehte mich um und ging in die Küche zurück. Dort stand plötzlich ein “fremdes” Wesen. Anmutend sah es aus, von bläulicher Hautfarbe mit feinen, freundlichen, femininen Zügen. Dieses Wesen trug eine Art Robe mit großem Kragen wohingegen der Bereich oberhalb des Dekolletés unbedeckt von der Kleidung war.

Ich war sprachlos, wo kam dieses Wesen her und wer war es? Die Kommunikation erfolgte auf telepathische Art und Weise. Ohne die Lippen zu bewegen und mit einem steten Lächeln und einer warmen, herzlichen Ausstrahlung gab mir das Wesen folgendes zu verstehen: “Seid gegrüßt, ihr die ihr hier seid auf Erden. Eine neue Zeit hat begonnen und wir sind hier, um euch zu begleiten. Dies, was hier auf Erden nun geschieht ist auch neu für uns, denn bislang hat es noch keine Evolution erfahren dürfen mit dem inkarnierten Körper auf zu steigen, in die 5. Dimension. Seid euch dessen gewiss, es wird alles gut und freut euch auf das, was sich euch zeigen möchte.”

Mir kommt es vor als würde ich träumen. Ein abschließender Satz wird mir gedanklich übermittelt: “Ihr werdet alten Bekannten wieder begegnen.” Was bedeutete das nun wieder?

Emma und Junior waren inzwischen ebenfalls in die Küche zurück gekehrt, das Wesen war nun indessen auf ebenso wundersame Weise verschwunden wie es erschienen war.

“Lasst uns rausgehen, kommt, ich möchte sehen wie es überall aussieht.”, rief Junior freudigst und rannte zur Wohnungstür.

Draußen zu sein fühlte sich jetzt irgendwie anders an ohne das man es mit passenden Worten hätte beschreiben können. Alles schien so friedlich und irgendwie leicht zu sein. Die Vögel zwitscherten und trällerten. Die Häuser trugen alle ein grünes Pflanzenkleid. Die Autos hatten keine Autoreifen mehr, sie schwebten einige Zentimeter über dem Boden. 

Wir entschlossen uns in den nahe gelegenen Stadtpark zu gehen. Es war unbeschreiblich, es war zauberhaft, einfach magisch. Der Wald, welcher vor einigen Tagen, aufgrund zahlreicher Abholzungen noch traurig und energielos wirkte war jetzt ein einziges Paradies, schillernd in den schönsten Farben. Viele bunte Vögel flogen zwischen den “neuen” Bäumen hindurch, es gab Mammutbäume, Palmen, exotische Blumen, eine prächtiger als die andere, süße Düfte lagen in der Luft. Die Menschen schienen entspannt, fröhlich, sie lachten, es ging ihnen gut.

Unweit des Eingangs zum Park war ein ganz besonderer Baum. Er hatte Ähnlichkeit zu dem “Ahnenbaum” aus dem Film “Avatar”. Dieser Baum leuchtete in einem leicht weiß-blauen Licht, welches langsam pulsierte. Mehrere flexible feine Zweige – ich weiß nicht wirklich wie man dies beschreiben könnte –  die an feine dünne Ärmchen erinnerten hatten an ihrem Ende eine Art Saugnapf. Menschen, die sich scheinbar unwohl fühlten konnten zu diesem Baum gehen und um Unterstützung bitten. Die feinen leuchtenden und pulsierenden “Ärmchen saugten” sich an bestimmten Körperstellen fest und schienen eine Art heilende Energie zu übertragen. Wir alle staunten und waren gleichzeitig sprachlos.

Wir setzten unseren Weg weiter fort durch den Park. Junior lief freudig voran. Plötzlich kreuzte ein kleines Affenähnliches Wesen unseren Weg. Es fixierte Junior mit dessen neugierigen dunklen Augen. Ohne sichtbar Worte zu wechseln schauten sich beide einen längeren Augenblick an. Auf telepathischem Wege erhielten wir alle drei die Information, dass die Tiere ihre menschlichen Begleiter auswählen würden, beide könnten dann für eine bestimmte Zeit voneinander lernen. Wenn dieser Lernprozess beendet war würden sich Mensch und Tier wieder “trennen”. Tja, und so hatten wir von einem auf den anderen Augenblick ein “Haustier”, worüber sich Junior natürlich riesig freute. 

Unser Weg führte uns weiter hinunter zum Fluss. Viele Menschen gingen spazieren, einige von ihnen hatten tierische Begleiter an ihrer Seite. Ich war einfach sprachlos. Mensch und Natur schienen im Einklang zu sein. Überall war es grün und farbenprächtig. Tiere wurden geachtet und als “gleichwertig” behandelt. Quellen flossen, die Gewässer waren rein und klar, die Luft sauber und frisch. Auch die Pflanzenwelt wurde, ebenso wie die Tiere als eigenständiges Wesen mit eigenem Bewusstsein erkannt und respektiert. “Neuankömmlinge” in der 5. Dimension wurden liebevoll willkommen geheißen, es schien immer jemand da, der oder die sich ihrer annahm und begleitete.

“Schaut mal wer da ist!”, rief Junior plötzlich und riss mich aus meinen Gedanken. Ich schaute nach rechts und traute meinen Augen kaum, ein vor einigen Monaten verstorbener Wegbegleiter und guter Freund kam auf uns zu, er trug sein typisches spitzbübisches Lächeln mit den Händen in den Hosentaschen: “Schön, dass ihr es endlich geschafft habt hier zu sein”. 

Ein bemerkenswerter Tagtraum und eine wundervolle Vorstellung für eine baldige Zukunft, wenn ihr mich fragt. Lassen wir uns überraschen…