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Buch Nein & Nicht

Nein & Nicht - Es geht auch ohne!

Als Taschenbuch erhältlich

Unser Gehirn ist auf „Ja“ getrimmt, Verneinungen verpuffen daher, wenn wir sie hören. Dies merken wir insbesondere dann, wenn wir meinen unseren Kindern gegenüber ein Verbot auszusprechen, genau dann tun sie eben das, was sie eigentlich unterlassen sollen trotzdem.

Dieses Buch möchte Dich in Deinem Alltag unterstützen auf Deine Verneinungen aufmerksam zu machen und diese in positive Formulierungen zu verwandeln.

Versuch macht klug

Es geht auch ohne Verneinungen

Unser Gehirn versteht von Natur aus nur positive Dinge, es ist sozusagen unfähig Nicht-Anweisungen zu verstehen bzw. zu verarbeiten. Das ist sowohl bei uns Erwachsenen als auch bei unseren Kindern der Fall. Nur mit dem Unterschied, dass wir „Großen“ in unserer Kindheit darauf getrimmt worden sind wie wir uns zu verhalten hätten, wenn jemand zu uns „Nein!“ oder „Du darfst dieses oder jenes nicht!“gesagt hat.

Bilder, welche in unserem Kopf, also vor unserem inneren Auge zu einem bunten lebensfrohen Bild erwachen sind grundsätzlich von einer positiven Grundstimmung geprägt, so erinnern wir uns z. B. an die wärmende Sonne, an das türkisfarbene funkelnde Meer vom vergangenen Urlaub, an den Spaß mit den Freunden beim letzten Ausflug.

Negativ werden diese Gedanken, wenn sie von negativ geprägten Emotionen und Gefühlen überlagert werden, welche wiederum u. a. durch innere Unzufriedenheit, Stress oder alten seelischen Wunden ausgehen können.

Mit recht reagieren unsere Kinder mit Verwirrung auf die Schelte von uns Eltern, weil sie etwas getan haben was sie doch nicht tun sollten (weil wir schließlich „Nein“ oder „Nicht“ gesagt haben). Doch unsere Kinder sind in genau jenem Augenblick lediglich unserer „Aufforderung“ gefolgt, denn als diese haben sie es verstanden. Aus: „Springe jetzt nicht in die Pfütze, wir wollen doch noch zur Oma!“, wird für die Ohren unserer Kinder: „Springe Pfütze“, auf den Rest wird gar nicht mehr reagiert, die Eltern haben gesagt springe in die Pfütze und als Kind tun wir das natürlich mit größter Freude. Doch warum ist das so?

 

Unser Gehirn reagiert irritiert bei Verneinungen. Hier kommen unsere beiden Gehirnhälften ins Spiel, denn die verstehen ja bekanntlich unterschiedliche Dinge. Bei Rechtshändern beispielsweise ist die linke Hirnhälfte für Logik und Linearität verantwortlich, das bedeutet sie verarbeitet sachliche Informationen. Unsere rechte Hirnhälfte hingegen übernimmt den kreativen Part und zeigt uns Bilder, lässt uns Emotionen erleben und spüren und das mit all unseren Sinnen.

Hören wir jetzt eine negativ hinterlegte Aufforderung erhält die linke Hirnhälfte die genannte Botschaft korrekt (Bsp.: Die Sonne scheint heute nicht.), doch kommen in der rechten Hirnhälfte andere Bilder an (Bsp.: Wir sehen das Bild einer scheinenden Sonne und spüren möglicherweise sogar ihre wärmenden Strahlen). So zeigen uns beide Hirnhälften zwei verschiedene Informationen. So ist es wenig verwunderlich, dass uns Negationen irritieren und manchmal so richtig schwer im Magen liegen. Wir als Erwachsene können das nachvollziehen und lernen damit um zu gehen. Aber unsere Kinder?

Sie hören nur das was sie hören können. Wir schimpfen mit ihnen, weil sie (für uns) nicht auf das gehört haben was wir zu ihnen gesagt haben. Doch sie handeln so wie es ihnen möglich ist. Das sollten wir „Großen“ uns stets vor Augen führen. Schimpfen wir mit unseren Kindern verwirrt sie das unnötig. Denn aus ihrer Sicht, haben die Eltern ihnen ja etwas erlaubt. Daher ist es für das Seelenheil unserer Kinder notwendig mit viel Verständnis, Geduld und frei von Bestrafungen zu reagieren und selbst zu lernen auf Negationen zu verzichten.

Reinlesen

Dein kleiner Alltagshelfer für Deine positive Wortfindung

Unsere deutsche Sprache ist eine so wundervolle Sprache mit unglaublich vielen linguistischen Möglichkeiten Sätze zu gestalten, ohne Negationen zu verwenden. Probiere es doch einfach mal aus. Vielleicht findest auch Du Freude daran Deinen/Euren Alltag ohne Verneinungen zu erleben. Gleichzeitig stärkt es den respektvollen Umgang miteinander und für unsere Kinder können wir hier als Vorbild agieren. Mit sanftem Nachdruck und vielen Wiederholungen können wir unseren Kindern eine Kindheit gestalten, ohne das wir sie täglich mehrmals mit den gesellschaftlich typischen Verbotsfloskeln durcheinanderbringen und verwirren. Dadurch gestaltet sich der Alltag für unsere Kinder einfacher, da sie ein Stück weit weniger irritiert werden (Die Beeinflussung von außen und damit verbundener Irritation ist bereits mehr als genügend durch ein Kind-Ungeeignetes 8 Nein & Nicht. Es geht auch ohne. TV Programm, Computerspiele, Handy, Tablet und anderer technologischer Errungenschaften gegeben.) und sie dürfen sein was sie sind, Kinder.

Und Kinder möchten spielen, sie leben im Hier und Jetzt, sie machen sich schmutzig, sie möchten alles ausprobieren, auf Bäume klettern, in Pfützen springen oder andere coole Dinge erleben. Das was sie versuchen jeden Tag aufs Neue zu leben haben die meisten von uns Erwachsenen längst verlernt. Wir können voneinander lernen. Und wenn es uns verwehrt gewesen ist Kind zu sein, dann sollte uns am Herzen liegen, dass unsere Kinder als solche aufwachsen können.

Probiert es doch einfach mal aus, schenkt Euch selbst und Eurer Familie eine neue Ebene der Kommunikation und des Miteinanders, auf der Respekt und Achtsamkeit selbstverständlich sind. Unsere Kinder können dies nur lernen, wenn wir es ihnen vorleben. Auch wenn außerhalb der Familie oft anders miteinander gesprochen wird, irgendwann wird unser Bemühen Früchte tragen und unsere Kinder werden sich zurück erinnern, wie gut sich eine respektvolle, achtsame Kommunikationskultur anfühlt.

 

Buchcover liegend Nein und Nicht - Es geht auch ohne

Ohne Verneinungen durch den Alltag

Dein Alltagshelfer für eine positive Kommunikation

Beobachte Dich, Du wirst erstaunt sein, wie oft wir die Worte „Nein!“ und „Nicht!“ gebrauchen. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Entdecken Deiner neuen positiven Kommunikation.